• Sanierung der Scheidungsimmobilie vor dem Verkauf

Sanierung der Scheidungsimmobilie vor dem Verkauf

Pro und Contra

Sie möchten Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung verkaufen, wissen aber, dass an einigen Stellen eine Renovierung oder sogar Sanierung notwendig wäre. Sie selbst hat dies nicht gestört und Sie meinen vielleicht, dass die Käufer auch selbst neue Fliesen oder Bodenbeläge aussuchen können? Zudem stellen Sie sich die Frage: Will ich mir überhaupt noch antun, eine Baustelle in meiner Immobilie zu haben, wenn ich sie eh verkaufen will?

Voraussetzung für eine Entscheidung

Bevor Sie sich überhaupt mit dem Thema Sanierung auseinandersetzen, sollten Sie zunächst den realen Verkehrswert Ihrer Immobilie kennen. Für die Ermittlung des aktuellen Wertes empfiehlt es sich, einen Sachverständigen oder fachkundigen Makler zu beauftragen. Bei der Berechnung spielen natürlich neben der Lage auch der Zustand der Immobilie und die Ausstattung eine Rolle.

Danach gilt es, das Marktumfeld genau zu untersuchen, auch dabei kann Sie ein Immobilienberater unterstützen. Befindet sich Ihre Immobilie in einer Metropolregion mit steigender Immobiliennachfrage oder eher in einem Gebiet mit wenig wirtschaftlicher Entwicklung? Hier steigert eine Sanierung zwar den Wert der Immobilie, die Nachfrage ist aber zu gering für eine Amortisation der Investition. Es stehen mehr Häuser zum Verkauf als Interessenten da sind.

In den Ballungsgebieten hingegen kann es sich lohnen, über Erneuerungen in der Ausstattung nachzudenken, denn potenzielle Käufer sind durchaus gewillt, einen höheren Verkaufspreis bei verbesserter Ausstattung zu bezahlen.

Mehrwert durch Sanierung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die eigene Immobilie vor dem Verkauf aufzuwerten. Geringe Kosten entstehen, wenn es sich lediglich um eine Renovierung handelt: Tapeten erneuern, Wände streichen, einen neuen Fußbodenbelag auslegen. Diese kosmetischen Verbesserungen der Wohnqualität lassen sich schnell umsetzen – die Immobilie erstrahlt in einem neuen Glanz und wertet das Erscheinungsbild für Interessenten auf.

Dennoch dürfen Sie nicht wesentliche Sanierungsstaus einfach „übertünchen“. So gilt es zu hinterfragen, in welchem Zustand sich Dach und Heizung, Fassade und Keller befinden. Wesentliche Sanierungsarbeiten sind kostenintensiv und müssen sehr gut kalkuliert werden, um am Ende durch einen höheren Verkaufswert dennoch einen Gewinn einzufahren.

Folgende Sanierungsmaßnahmen wirken sich positiv auf den Verkaufswert aus:

  • Dach: es muss nicht zwangsläufig das gesamte Dach erneuert werden, es können auch einzelne Bereiche ausgebessert werden – auf keinen Fall darf es undichte Stellen geben.
  • Heizung: Die Heizungsanlage sollte einwandfrei funktionieren, je neuer die Anlage ist, desto besser.
  • Fassade: Risse in der Außenwand sollten ausgebessert werden und die Fassade sollte gepflegt sein – manchmal reicht eine Reinigung aus, ohne dass neu gestrichen werden muss.
  • Garten: Hier lässt sich mit kleinerem Aufwand das Erscheinungsbild aufwerten – ein gemähter Rasen, eine geschnittene Hecke, ein neu gestrichener Gartenzaun.
  • Balkon: Ein Balkon ist für viele Interessenten wichtiger Bestandteil für eine gehobene Wohnqualität. Der Anbau eines Balkons kann sich also rechnen!
  • Innenausstattung: Hier unterscheidet man zwischen einer einfachen Ausstattung, einer Standard-Ausstattung und einer gehobenen Ausstattung. Eine Standard-Ausstattung sieht im Gegensatz zur einfachen Ausstattung ein gefliestes Bad und eine gekachelte Küche vor, es sind Bodenbeläge vorhanden, die Fenster sind mindestens doppelverglast. Bei einer gehobenen Ausstattung ist die Heizungsanlage modern, die Bodenbeläge und Fliesen hochwertig, Dusche und/oder Badewanne zeitgenössisch.

Gute Kalkulation entscheidend

Mit einer Sanierung können Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern und einen höheren Verkaufspreis erzielen – hierfür müssen die Maßnahmen jedoch den Wünschen der potenziellen Kaufzielgruppe entsprechen. Es sollte demnach vor den Bauplänen abgewogen werden, für welche Zielgruppe die Immobilie interessant ist. Auch bei der Wahl des Materials muss sorgsam entschieden werden, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Am besten fährt man hierbei mit einem eher neutralen Erscheinungsbild.

Renovierungsmaßnahmen können aber definitiv die Chancen erhöhen, schneller einen Käufer für die eigene Immobilie zu finden. Zumal diese die Kosten für Sanierung und Renovierung oft höher einschätzen und dann den Preis für eine unrenovierte Immobilie als zu teuer empfinden. Aber grundsätzlich ist ein gepflegter Eindruck entscheidend. Alle größeren Sanierungsarbeiten müssen genau abgeschätzt werden, damit sich die Investition am Ende auszahlt – auch im Vergleich zu anderen Angeboten am Markt.

Sie möchten eine Einschätzung, ob sich eine Sanierung für Ihre Immobilie lohnt? Wir beraten Sie gern.

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Bewertungsverfahren im Vergleich

Bevor Sie für Haus oder Eigentumswohnung einen Verkaufspreis festlegen, sollten Sie genau wissen, wie viel Ihre Immobilie wert ist. Hierfür nutzen Experten drei unterschiedliche Verfahren: Das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren.

Einfluss der Lage auf den Immobilienpreis

Die Lage ist immer noch das Qualitätskriterium Nummer eins und definiert maßgebliche den aktuellen Preis sowie die künftige Wertentwicklung.

Preisrelevante Ausstattungsmerkmale

Bei der Vermarktung einer Immobilie heißt es immer, dass die Lage das ausschlaggebende Kriterium ist. Bei gewonnenem Interesse rücken jedoch auch andere Aspekte ins Augenmerk der potenziellen Erwerber.

Der Einfluss von Umweltfaktoren auf den Immobilienpreis

Lärm und auch unangenehme Gerüche mindern den Verkaufswert einer Immobilie. Grünflächen und Naherholungsgebiete wirken sich positiv auf die Nachfrage eines Hauses oder einer Eigentumswohnung aus.

Die richtige Taktik zur Preisverhandlung

Eine Immobilie hat für den Verkäufer häufig nicht nur einen sachlichen, sondern auch einen persönlichen Wert. Dies darf jedoch bei der Preisfindung keine Rolle spielen.